Politik (D)

Wie man aus Scheiße Schokoladenpudding macht

Wie man aus Scheiße Schokoladenpudding macht, versucht uns wie so oft, unsere ach so von Inkompetenz gebeutelte deutsche Politik zu beweisen.  Martin Schulz, der ehemalige mit 100 % gewählte Staatsratsvorsitzende der SPD, hat zur Freude vieler und zum Erstaunen weniger, Gott sei es gedankt, endlich sein abgewetztes Handtuch geworfen. Ein Politiker der in der Lage ist, so oft seine Meinung um 180 Grad zu drehen, hat zweifelsohne seine Berufung verfehlt und hätte sich besser bei „Das Supertalent“ als menschlicher Brummkreisel beworben.

Er wurde beim Lügen zum Nachteil der SPD erwischt und wollte zu seinem persönlichen Vorteil, entgegen seiner Versprechen nun doch eine Groko bilden. Warum persönlicher Vorteil? Eine Groko mit SPD Beteiligung beförderte Herr „Maddin“ in eine Position, die er zum eigenen Vorteil ausnutzen konnte. Obwohl er einen Ministerposten kurz nach der Wahl ausschloss, war er wegen der politischen Selbstaufgabe der CDU und Merkel in den Verhandlungen, in der Lage einen hoch vergüteten Ministerposten einzufordern. Und man ließ ihn gewähren. Doch klein Martin rechnete nicht mit dem Aufstand aus den eigenen Reihen. Er musste zurücktreten.

Aus Scheiße Schokoladenpudding machen.

Doch nun soll das politische Versagen der gesamten SPD durch hohle Phrasen ins Gegenteil verkehrt werden. Andrea Nahles, die zukünftige Vorsitzende der SPD, deren Kompetenzen sich eher auf Stricken und auf die Fresse hauen beschränken, versucht nun das kollektive Versagen einer sich im Sturzflug befindlichen Partei wieder schön zu reden. Sie sagte doch tatsächlich: „Martin hat sich geopfert.“ Jedenfalls mir blieb das Lachen im Halse stecken über so viel Dreistigkeit.

„Die Entscheidung von Martin Schulz verdient höchsten Respekt und Anerkennung“, teilte die designierte Nachfolgerin an der Parteispitze, Andrea Nahles, mit. Mit Schulz an der Spitze habe die SPD einen großen Verhandlungserfolg erzielt. „Er selbst hat einen Durchbruch für eine neue Europapolitik erreicht. Das ist eine große Leistung, die weit über die Grenzen unseres Landes Anerkennung gefunden hat.“ Seine Entscheidung zeuge „von beachtlicher menschlicher Größe“. Quelle: Die ZEIT

Für wie Dumm halten solche Politschranzen eigentlich ihre Wähler und Parteigenossen? Glaubt ihr wirklich, mit solch seichtem Geseier könnt ihr noch irgend jemanden hinterm Ofen hervorlocken? Martin hat sich nicht geopfert. Er wurde zum Opfer seiner eigenen Machtpolitischen Spielchen und bekam dafür die Quittung ausgestellt. Jetzt fehlt nur noch das die Parteiführung fordert, dass man Martin Schulz den großen Vaterländischen Verdienstorden für sein heroisches Opfer an die Brust nagelt.

Erich Honecker wäre wirklich verdammt Stolz auf  die S(P)ED. Eine Volkspartei die sich wohl bald ein neues Volk suchen muss und in selbst-suggestiver Manier immer noch glaubt, das Ohr am Herzen der Bürger zu haben, hat es nicht besser verdient. Ihr habt das Ohr mittlerweile am Arsch der Bürger. Solange die SPD noch Typen wie Maas, Stegner und Nahles in ihrer Führung hat, kann es nichts mehr werden mit ihr. Schickt sie endlich ins politische Nirwana. Wenn man aus Scheiße Schokopudding machen möchte, bleibt trotzdem ein übler Geschmack zurück.

Diesen Text habe ich als noch SPD-Mitglied in tiefer Verbitterung über euer falsches Spiel geschrieben. Vielleicht liest das ja einer der Genossen, denn ich habe am 24.09.2017 nicht die SPD gewählt, sondern eine Partei der ihr bisher nicht mit Argumenten entgegentreten konntet.

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